Bio Tee aus China
Kostbare Schätze aus dem Ursprungsland des Tees
In den nebelverhangenen Berghängen Chinas, wo sich jahrhundertealte Teegärten an steile Bergflanken schmiegen, wächst eine unvergleichliche Vielfalt an Teesorten. Als Ursprungsland des Tees bietet China eine Fülle an Teespezialitäten, die durch ihre einzigartigen Aromen und traditionelle Verarbeitungsmethoden begeistern. Von den sanften Hügeln Fujians bis zu den Hochebenen Yunnans entstehen Tees, die weltweit für ihre außergewöhnliche Qualität geschätzt werden.
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Die wichtigsten Teesorten aus China
China bereichert die Teewelt mit einer erstaunlichen Vielfalt an Teesorten. Jede dieser Sorten erzählt ihre eigene Geschichte und bringt einzigartige Geschmackserlebnisse mit sich. Am beliebtesten ist grüner Tee, der in China täglich genossen wird. Da er nicht fermentiert wird, bleiben seine natürlichen Eigenschaften besonders gut erhalten. Wer einmal Long Jing Tee oder Bi Luo Chun Tee probiert, wird von ihrem frischen Geschmack und den feinen, nussigen Noten begeistert sein.
Eine ganz andere Geschmackswelt eröffnet schwarzer Tee. Durch seine vollständige Oxidation entwickelt er sein kräftiges Aroma und die charakteristische dunkle Farbe. Die Provinz Anhui ist besonders für ihren eleganten Keemun Tee bekannt, der mit seinem feinen, an Wein erinnernden Aroma überzeugt. Aus der Fujian Provinz stammt der Lapsang Souchong Tee, der durch seinen einzigartigen, rauchigen Geschmack begeistert.
Zu den kostbarsten Schätzen der chinesischen Teewelt gehört auch weißer Tee. Seine Besonderheit liegt in der Verwendung junger Teeknospen, die mit größter Sorgfalt verarbeitet werden. Der berühmte Bai Hao Yin Zhen, auch Silbernadel genannt, verzaubert Teekenner mit seinem zarten, leicht süßlichen Geschmack. Seine helle Farbe und das milde Aroma machen ihn zu einem besonderen Genuss.
Eine Besonderheit der chinesischen Teekunst ist der Oolong Tee, der hauptsächlich in der Provinz Fujian angebaut wird. Diese Teesorte wird nur teilweise oxidiert, was ihr ein einzigartiges Geschmacksprofil verleiht. Der berühmte Tie Guan Yin beispielsweise besticht durch sein blumiges Aroma und seinen cremigen Nachgeschmack.

Eine besondere Spezialität der chinesischen Teekultur
Eine besondere Spezialität ist der Pu Erh Tee aus der Provinz Yunnan, wo einige der ältesten Teebäume der Welt wachsen. Diese nachfermentierte Teesorte reift wie ein guter Wein und kann über Jahre oder sogar Jahrzehnte gelagert werden. Mit zunehmendem Alter entwickelt er erdige, würzige Aromen. Pu Erh gibt es in zwei Varianten: als rohen (Sheng) und gereiften (Shou) Tee. Während Sheng Pu Erh langsam auf natürliche Weise reift und dabei seinen Geschmack verändert, wird Shou Pu Erh durch einen beschleunigten Fermentationsprozess hergestellt, der ihm direkt sein charakteristisches, erdiges Aroma verleiht. Die Teeblätter werden traditionell zu runden Fladen oder Ziegeln gepresst, die sich besonders gut für die lange Lagerung eignen.

Die traditionellen Teeanbaugebiete Chinas
Die Geschichte des chinesischen Teeanbaus reicht Jahrtausende zurück, wobei sich die wichtigsten Anbauregionen in den südlichen Provinzen befinden. Diese Gebiete bieten ideale Bedingungen: subtropisches Klima, ausreichend Niederschläge und die notwendigen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. Besonders die Bergregionen zwischen 500 und 1500 Metern Höhe eignen sich hervorragend für den Teeanbau.
Die Provinz Fujian, bekannt für ihre Oolong Tees, profitiert von der Nähe zum Meer und den mineralreichen Böden der Wuyi-Berge. Hier sorgen Morgennebel und hohe Luftfeuchtigkeit für optimale Wachstumsbedingungen. Die Teefelder erstrecken sich oft an steilen Berghängen, wo die Teepflanzen vor zu starker Sonneneinstrahlung geschützt sind.
In Zhejiang, der Heimat des berühmten Long Jing Tees, gedeihen die Teepflanzen in den sanften Hügeln rund um den Westsee. Der nährstoffreiche Boden und das ausgeglichene Klima sorgen für das charakteristische Aroma der grünen Tees dieser Region. Die Teegärten sind hier meist terrassenförmig angelegt, was die traditionelle Handpflückung ermöglicht.
Die Provinz Anhui ist für ihre Keemun Tees bekannt. Die Gelben Berge schützen die Teegärten vor kalten Nordwinden, während die feuchte Luft und häufige Nebel das Wachstum der Teepflanzen begünstigen. Die Kombination aus fruchtbarem Boden und dem speziellen Mikroklima verleiht den Tees ihre besondere Note.
Die Geschichte des Tees - Ein chinesisches Kulturerbe
Die Geschichte des Tees beginnt vor über 5000 Jahren in China, wo der legendäre Kaiser Shennong der Überlieferung nach die Teepflanze entdeckt haben soll. Ursprünglich wurde Tee als Medizin verwendet, bevor er sich während der Han-Dynastie zum Getränk entwickelte. In der Tang-Dynastie (618-907) erreichte die chinesische Teekultur ihre erste Blütezeit, als der Gelehrte Lu Yu das erste Buch über Tee, das "Chajing" (Klassiker des Tees), verfasste.
Die Song-Dynastie (960-1279) brachte bedeutende Innovationen in der Teeverarbeitung. In dieser Zeit entwickelte sich die Kunst der Pulvertee-Herstellung, die später nach Japan gelangte und dort zur Grundlage der Matcha Kultur wurde. Während der Ming-Dynastie (1368-1644) setzte sich die Verwendung ganzer Teeblätter durch, und es entstanden viele der noch heute bekannten Verarbeitungsmethoden.
Die Entdeckung verschiedener Oxidationsgrade führte zur Entwicklung der unterschiedlichen Teesorten, wie wir sie heute kennen. Grüner Tee war zunächst die vorherrschende Form, doch mit der Zeit entstanden auch der weiße, der Oolong- und der schwarze Tee. Eine besondere Entwicklung war die Entdeckung der Fermentation, die zur Entstehung des Pu Erh Tees führte, der heute noch nach jahrhundertealten Methoden in Yunnan hergestellt wird.
Über die Seidenstraße gelangte der Tee nach Europa und wurde zu einem der wichtigsten Handelsgüter Chinas. Die Teepflanze selbst blieb lange ein gut gehütetes Geheimnis, bis der britische Botaniker Robert Fortune Mitte des 19. Jahrhunderts Teesamen und detailliertes Wissen über den Teeanbau aus China nach Indien brachte. Dies legte den Grundstein für den Teeanbau in anderen Regionen der Welt. Trotz dieser Entwicklung ist China bis heute das wichtigste Ursprungsland des Tees geblieben, wo alte Traditionen bewahrt und gleichzeitig neue Verarbeitungsmethoden entwickelt werden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
China ist die Heimat vieler Teesorten. Der am häufigsten produzierte ist der grüne Tee, zu dem berühmte Sorten wie Long Jing und Bi Luo Chun gehören. Weißer Tee wie der edle Bai Hao Yin Zhen wird aus jungen Teeknospen hergestellt. Im Bereich der schwarzen Tees sind besonders der Keemun und der rauchige Lapsang Souchong bekannt. Oolong Tees wie Tie Guan Yin und die Felsentees aus dem Wuyi-Gebirge nehmen eine Sonderstellung ein. Eine Besonderheit ist der fermentierte Pu-Erh Tee aus Yunnan. Der seltenere gelbe Tee rundet das Spektrum ab.
Chinesischer Tee enthält zahlreiche gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe. Besonders die Polyphenole und Antioxidantien können positive Wirkungen auf den Organismus haben. Grüner Tee wird traditionell mit Stoffwechselförderung in Verbindung gebracht, während Pu-Erh Tee für seine verdauungsfördernden Eigenschaften bekannt ist. Der enthaltene Wirkstoff L-Theanin kann zur Entspannung beitragen. Bei der Wahl des Tees sollte jedoch auf bio-zertifizierung geachtet werden.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Tee gezielt nach seiner energetischen Wirkung eingesetzt. Grüner Tee wird bei sogenannter "innerer Hitze" empfohlen und soll entgiftend wirken. Pu-Erh Tee wird traditionell zur Unterstützung der Verdauung und Fettverdauung eingesetzt. Oolong Tee gilt als stoffwechselanregend, während weißer Tee eine kühlende und beruhigende Wirkung zugeschrieben wird. Schwarzer Tee wird in der TCM als wärmend und energetisierend eingestuft und bei Kälteempfindlichkeit empfohlen.