Es handelt sich um aromatische Verbindungen aus mindestens zwei Hydroxygruppen, die an einen Ring gebunden sind. Chemisch bestehen sie aus der Kohlenstoff-Wasserstoff-Sauerstoffverbindung Phenol (C6H6O), die mehrfach vorkommt und daher mit „Poly-“ gekennzeichnet wird. Die der organischen Chemie zugehörige Stoffklasse der aromatischen Verbindungen wiederum hat ihre Bezeichnung „aromatisch“, weil einige ihrer Vertreter, darunter die zuerst entdeckten, ein Aroma ausströmen. So viel zur chemischen Herkunft, doch welche Rolle spielen die Polyphenole und was hat das Ganze nun mit Tee zu tun?
Polyphenole in der PflanzeNatürlich kommen Polyphenole in Pflanzen vor und haben die Funktion, die Pflanze zu färben, ihr einen ungewöhnlichen Geschmack zu verleihen, sie vor Fressfeinden zu schützen, oder wirken als Gerbstoff. Außerdem können sie die Pflanze vor UV-Strahlung schützen.
Auch die Teepflanze enthält Polyphenole – und genau die schmeckst und siehst du später in deiner Tasse.

Polyphenole werden durch heißes Wasser aus den Teeblättern gelöst und sind verantwortlich für den leicht bitteren Geschmack. Vor allem in Grünem Tee sind Polyphenole enthalten.
So prägen sie deinen Tee: Sie tragen zu seiner Farbe bei und geben ihm als Gerbstoffe seine typische Herbe. Je länger der Tee zieht, desto mehr Polyphenole gehen ins Wasser über – der Tee wird kräftiger in der Farbe, herber und bei sehr langer Ziehzeit auch deutlich bitter.
Wenn du es milder magst, halte dich an die empfohlene Ziehzeit und gieße den Tee rechtzeitig ab. Wer es kräftig und herb mag, lässt ihn einfach etwas länger ziehen.




























